12. 1993: |
Die italienische Reederei Costa Crociere beauftragt den Bremer Vulkan mit dem Bau zweier Kreuzfahrtschiffe zur Ablieferung im Herbst 1996 und Mitte 1997. |
| 01. 09. 1995: |
Auf der Werft Bremer Vulkan AG in Bremen-Vegesack wird die Costa Olympia als zweites Schiff auf Kiel gelegt. Das erste Schiff der Serie, die COSTA VICTORIA befindet sich zu diesem Zeitpunkt noch im Bau. |
02. 1996: |
Die Werft ist unter anderem auch durch die Übernahme der ostdeutschen Werften in finanzielle Schieflage geraten. Um sich nicht der Insolvenzverschleppung schuldig zu machen, wird ein Vergleichsantrag gestellt. Dem Konkursverwalter gelingt es zunächst, sich mit Costa auf eine Nachzahlung zu einigen. |
05. 1996: |
Der Anschlusskonkurs war endgültig nicht mehr abwendbar, auch weil Costa Crociere vom Vertrag über den Bau es zweiten Schiffes zurückgetreten ist. |
| 06. 10. 1996: |
Es erfolgt der Stapellauf. Das Schiff wird aufgelegt und steht zum Verkauf. |
| 08. 03. 1998: |
Nachdem Norwegian Cruise Line den Bauvertrag übernommen hat, wird das unfertige Schiff für die Fertigstellung Lloyd Werft geschleppt. |
| 17. 06. 1999: |
Das Schiff absolviert eine erste Erprobungsfahrt. |
| 28. 07. 1999: |
Fertigstellung und Ablieferung der Norwegian Sky an Norwegian Cruise Lines. Heimathafen ist Nassau auf den Bahamas. Es handelt sich das größte Passagierschiff das bis dato auf einer deutschen Werft gebaut wurde.. |
| 04. 08. 1999: |
In einer Transferkreuzfahrt verlässt das neue Schiff Bremerhaven und nimmt Kurs auf Dover. |
| 09. 08. 1999: |
Von Dover aus startet das Schiff zur Jungfernreise Richtung Norwegen. |
| 24. 09. 1999: |
Während ihrer Jungfernfahrt entlang der Ostküste der Vereinigten Staaten und Kanadas bis hin nach Québec City lief die Norwegian Sky vorübergehend im Saguenay-Fluss auf Grund. Auf der Rückfahrt zur Mündung des Saguenay wurden gegen 11:30 Uhr Ortszeit im Sankt-Lorenz-Strom Wale gesichtet. Um die Walbeobachtung zu verlängern, wurde das Schiff gewendet; noch vor Abschluss dieses Manövers lief es jedoch auf die Bancs de l'île Rouge (Sandbänke der Île Rouge) auf. Das Heck des Schiffes geriet dabei in Kontakt mit dem Grund der Untiefe. Das Schiff verlangsamte seine Fahrt, und das Heck kam auf den Bancs de l'île Rouge zum Liegen. Um 12:06 Uhr saß das Schiff fest und wies eine Schlagseite von 5,2 Grad nach Backbord auf. Da das Schiff auf dem Riff instabil lag, forderte der Kapitän Unterstützung durch die kanadische Küstenwache an, um eine vorsorgliche Evakuierung aller Passagiere sowie einiger Besatzungsmitglieder durchzuführen. Das Seenotrettungszentrum von Québec mobilisierte daraufhin verschiedene Einsatzkräfte, darunter Boote für Walbeobachtungstouren sowie die beiden Provinzfähren, die üblicherweise den Saguenay-Fluss überqueren. Doch im allerletzten Moment gelang es der Norwegian Sky - unterstützt durch einen kleinen Such- und Rettungskutter sowie die auflaufende Flut -, sich aus eigener Kraft vom Riff zu befreien und in tiefere Gewässer vorzudringen. Das Schiff erlitt erhebliche Schäden, die Umweltverschmutzung wurde jedoch als geringfügig eingestuft. Bei diesem Vorfall kamen keine Personen zu Schaden. Das Schiff kehrte nach Québec City zurück, um in einem dortigen Trockendock umfangreiche Reparaturen durchführen zu lassen, die über einen Monat in Anspruch nahmen. Infolgedessen mussten drei Kreuzfahrten abgesagt werden. |
| 14. 11. 1999: |
Das Schiff nimmt den Kreuzfahrtbetrieb wieder auf. |
| 21. 05. 2001: |
Der Autopilot der Norwegian Sky der Autopilot aus, was dazu führte, dass das Schiff eine ruckartige Kursänderung vollzog und anschließend Schlagseite bekam; dabei gingen Teller und Gläser zu Bruch, und mehr als 78 Menschen wurden verletzt. Die Fehlfunktion, die sich nahe der Mündung der Juan-de-Fuca-Straße ereignete, schien auf einen Computerfehler zurückzuführen zu sein. Zwei schwere Verletzungen waren die Folge davon, dass ein Videospielautomat auf einen Passagier stürzte und ein anderer Passagier sich einen Beckenbruch zuzog, als er infolge der starken Schlagseite aus einem Swimmingpool gespült wurde. |
| 26. 04. 2004: |
Nachdem das 30,5 Meter lange Fischereiversorgungsschiff ARTIC SUN in der Clarence Strait im Alexander-Archipel in Südost-Alaska auf einen Felsen aufgelaufen und gesunken war mussten die drei Personen an Bord das Schiff in einem 4,9 Meter langen Beiboot verlassen. Die Norwegian Sky nahm sie aus dem Beiboot auf und brachte sie nach Ketchikan, Alaska |
05. 2004 - 06. 2004: |
Die in Bremerhaven im Bau befindliche PRIDE OF AMERICA wird einem Sturm schwer beschädigt, so dass sich die geplante Indienststellung für NCL America sich stark verspätet. Nun wird stattdessen etwas überstürzt der sowieso geplante Wechsel der Norwegian Sky zu NCL America vorgezogen. In San Francisco erfolgt ein Umbau im Trockendock. |
| 10. 06. 2004: |
Während des Umbaus wechselt das Schiff konzernintern zu NCL America und wird für die Pride Of Aloha Inc. mit Sitz Honolulu auf Hawaii registriert. Damit wechselt das Schiff ins U.S.-amerikanische Flaggenregister. Dies war erforderlich, um Kreuzfahrten von amerikanischen Häfen nach Hawaii überhaupt anbieten zu können. Das Rufzeichen lautet WAZK, die MMSI-Nummer wird 366948480. Gleichzeitig erfolgt die Umbenennung in Pride of Aloha. Im Laufe der folgenden Jahre folgen die PRIDE OF AMERICA und die PRIDE OF HAWAI'I mit Hawaii-Kreuzfahrten. |
| 04. 07. 2004: |
Am Unabhängigskeittag der Vereinigten Staaten nimmt die Pride of Aloha den Dienst wieder auf. Am gleichen Tag wird das Schiff von Senator Daniel K. Inouye erneut getauft. |
| 28. 08. 2004: |
Fährt ein Schiff unter US-Flagge, so muss die Crew ebenfalls aus amerikanischen Staatsbürgern bestehen. Nun gibt es zu diesem Zeitpunkt quasi keinen Markt für solche Arbeitskräfte. Dies führt zu Schwierigkeiten mit dem Service und der Sauberkeit an Bord und gipfelt an diesem Tag zu einer Erstattung von bi zu 50% des Reisepreises. |
| 13. 10. 2004: |
Die Pride of Aloha leitet ca. eine Tonne aufbereiteter Abwässer in den Hafen von Honolulu ein. Die Gefährdung wird als gering eingestuft. |
| 06. 02. 2005: |
In einem erneuten Zwischenfall leitet die Pride of Aloha zwischen 10:25 Uhr und 12:10 Uhr 70 Tonnen gereinigtes Abwasser in den Hafen von Honolulu ein und verstieß damit gegen eine freiwillige Vereinbarung mit dem Bundesstaat, die vorsieht, dass ein Einleiten mit mindestens einer Meile Abstand zur Küstenlinie und einer Fahrtgeschwindigkeit von mindestens 6 Knoten zu erfolgen hat. Sowohl die Reederei als auch das Gesundheitsministerium des Bundestaates erklären, die Einleitung sei unschädliche gewesen. |
| 11. 02. 2008: |
NCL gibt bekannt, dass die Pride of Aloha am 5. Mai vom Kreuzfahrtmarkt für Hawaii abgezogen werden soll. Es kursierten in der Zeit auch Gerüchte über eine Übertragung an Star Cruises oder einen Erwerb durch Royal Caribbean Cruises Ltd. für die spanische Tochtergesellschaft Pullmantur. |
05. 2008: |
Nun kommt es doch anders. NCL gibt bekannt, dass das Schiff nun doch nicht an Star Cruises übergeben werden soll, sondern für wieder für Norwegian Cruise Lines in Fahrt kommen soll. |
| 17. 06. 2008: |
Nach vier Jahren wechselt das Schiff wieder zurück zur Stammreederei und wird wieder in Norwegian Sky umbenannt und nach den Bahamas ausgeflaggt. Neuer Heimathafen ist Nassau, das Rufzeichen lautet C6PZ8. Die MMSI-Nummer wird 308865000. |
| 14. 07. 2008: |
Die Norwegian Sky nimmt den Dienst bei Norwegian Cruise Line wieder auf. |
01. 2009: |
Das Schiff wird an Ample Avenue Ltd., einer Tochtergesellschaft von Genting Hong Kong mit Sitz in Nassau verkauft und im Rahmen einer Bareboat-Charter an Norwegian Cruise Lines zurückgechartert. NCL (Bahamas) vertritt die neue Eignergesellschaft. |
07. 2010: |
Der Charter-Vertrag wird verlängert. Die neue Vereinbarung enthielt Optionen für NCL, die Charterdauer weiter zu verlängern, sowie eine Option für NCL, das Schiff während der Charterperiode zu erwerben |
| 01. 06. 2012: |
Am 1. Juni 2012 gab NCL die Unterzeichnung einer Absichtserklärung bekannt, mit der das Unternehmen seine Option zum Kauf der Norwegian Sky wahrnahm. |
| 12. 01. 2016: |
Als neue Eignergesellschaft wird die Norwegian Sky Inc. registriert, die durch NCL (Bahamas) vertreten wird. |
09. 2017: |
Der Wirbelsturm "Irma" verursacht die weitreichende Absage von Kreuzfahrten. In Folge dessen evakuiert die Norwegian Sky knapp 2.000 Reisende, die in St. Thomas "gestrandet" waren und bringt diese zurück nach Miami in den USA. |
| 07. 04. 2025: |
Die Norwegian Cruise Line Holdings gibt eine langfristige Chartervereinbarung für ihre beiden ältesten und kleinsten Schiffe bekannt. Bereits zum 20. August 2026 soll die Norwegian Sky zur indischen Cordelia Cruises zu wechseln. Die M/S NORWEGIAN SUN soll dann ein Jahr später folgen. |
| 23. 04. 2026: |
Kurz vor dem Abschied aus der Flotte von Norwegian Cruise Line macht die Norwegian Sky zum ersten Mal in Hamburg fest. Noch drei weitere Male wird das Schiff in der Hansestadt zu Gast sein. Interessanter Fun-Fact: Es werden nach und nach die drei großen Terminals angefahren: HafenCity, Altona und Steinwerder. |